Deutschland bei der EM: Geschichte, Höhen, Tiefen und Zukunft

4. April 20263 Min. LesezeitRedaktion
Deutschland und die Europameisterschaft: Eine Liebesgeschichte mit Dramen. Wir blicken auf alle deutschen EM-Turniere zurück und analysieren die Chancen für 2028.

Deutschland bei der EM: Geschichte, Höhen, Tiefen und Zukunft

Kein Land in Europa hat so eine intensive Beziehung zur Europameisterschaft wie Deutschland. Drei Titel, mehrere Finals, und dazwischen immer wieder bittere Niederlagen, die das Land erschüttert haben. Die Geschichte des DFB bei der EM ist eine Saga aus Triumphen und Tragödien – und sie ist noch längst nicht zu Ende.

Die goldenen Zeiten: 1972, 1980, 1996

1972: Gerd Müller und die totale Dominanz

Die Bundesrepublik Deutschland unter Trainer Helmut Schön spielte 1972 möglicherweise den besten Fußball, den man je bei einer EM gesehen hat. Gerd Müller (4 Tore), Franz Beckenbauer, Günter Netzer – es war eine Mannschaft für die Ewigkeit. Der 3:0-Sieg im Finale gegen die UdSSR war dominant, fast arrogant gut.

1980: Horst Hrubesch und der Kopfball-Riese

Deutschland gewann in Italien ohne allzu große Begeisterung – aber effizient. Horst Hrubesch köpfte sich in die Geschichtsbücher. Kein schöner Titel, aber einer, der zählt.

1996: Das goldene Tor in Wembley

England war der Gastgeber, Wembley die Bühne. Oliver Bierhoff traf im Finale gegen Tschechien mit dem goldenen Tor – die erste Anwendung dieser Regel überhaupt. Matthäus, Klinsmann, Sammer – es war Deutschlands letzter EM-Titel bis heute.

Die Tiefs: 2000, 2004

Nach drei Titeln kam der Absturz. Bei der EM 2000 (0 Punkte in der Gruppe!) und 2004 (Gruppenausschied) erlebte Deutschland seinen größten Tiefpunkt im internationalen Fußball. Die "Rumpelfußball"-Diskussion prägte eine Generation.

Doch aus der Krise entstand die Revolution: Das Nachwuchsförderungsprogramm, das 2000 eingeleitet wurde, legte den Grundstein für die goldene Generation von 2014.

Der Wiederaufstieg: 2008–2016

Deutschland spielte grandios bei EM 2008 (Finale, verloren gegen Spanien), EM 2012 (Halbfinale) und EM 2016 (Halbfinale). Immer stark, aber nie ganz oben. Die spanische Tiki-Taka-Ära überschattete Deutschland – doch die Basis für neuen Ruhm wurde gelegt.

EM 2020: Bitter im Achtelfinale

Das Turnier 2020/2021 endete bitter: Klare Niederlage gegen England im Achtelfinale (0:2). Löws letzte EM als Bundestrainer endete ohne das erhoffte Märchen.

EM 2024: Gastgeber und Viertelfinale

Als Gastgeber der EM 2024 erlebte Deutschland ein Sommermärchen 2.0 – zumindest atmosphärisch. Das Team unter Nagelsmann spielte guten Fußball, scheiterte aber dramatisch im Viertelfinale gegen Spanien in der Verlängerung. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Die neue Generation: Wirtz, Musiala und Co.

Das DFB-Team steht vor einer der aufregendsten Generationen seit Jahren:

Florian Wirtz (Bayer Leverkusen/Real Madrid?): Technisch einer der besten deutschen Spieler aller Zeiten. Kreativität, Dribbling, Tor-Gefühl – er hat alles.

Jamal Musiala (Bayern München): Bereits jetzt Weltklasse. Mit 23–24 Jahren bei der EM 2028 auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

Leroy Sané: Routinier und Weltklasse-Stürmer auf der Außenbahn.

Thomas Müller: Das Ende einer Ära, der Beginn eines neuen Kapitels.

Deutschland bei der EM 2028: Reale Chancen?

Mit dem richtigen Trainer und einem gesunden Kader ist Deutschland immer gefährlich. Die aktuelle Generation hat die Qualität – jetzt fehlt nur noch der Turnier-Glück-Faktor.

Wahrscheinlichkeit EM 2028 Gewinn laut Prediction Markets: ~10–14%

Das ist realistisch betrachtet ein guter Wert. Frankreich und Spanien werden höher bewertet – aber Deutschland hat die Geschichte, die Mentalität und die Spieler.

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Was Deutschland braucht, um 2028 zu gewinnen

  1. Stabilität im Traineramt: Kein Wechsel-Karussel mehr
  2. Defensiv-Solidity: Die Abwehr muss stehen
  3. Wirtz und Musiala in Top-Form: Beide müssen ein Turnier über stark bleiben
  4. Turniermentalität: Das Elfmeterschießen-Trauma überwinden
  5. Glück: Irgendwann trifft man den falschen Gegner zum falschen Zeitpunkt

Fazit: Deutschland – schlafender Riese?

Deutschland ist bei der EM 2028 kein Topfavorit – aber ein ernstzunehmender Kandidat. Mit einer der besten Spieler-Generationen seit Jahren und dem Hunger nach dem vierten Titel könnte 2028 das Jahr sein. Wer Deutschland als dunkles Pferd sieht, findet auf atlasmarkets.de interessante Markt-Positionen zu fairen Preisen.

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